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Harald Wolf in den 1980er Jahren
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Dazu kamen drei wichtige Ereignisse: der Vietnamkrieg und die entsprechende Mobilisierung dagegen. Der Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei, der dem „Kommunismus mit menschlichem Antlitz“ unter Dubcek ein Ende gesetzt hat und der Putsch gegen den in Chile demokratisch gewählten sozialistischen Präsidenten Allende.
Harald Wolf wendet sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen bei Lidl
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Ja, während meiner Studienzeit, zuerst im Ruhrgebiet und dann seit 1977 in Berlin, war ich immer in unterschiedlichen Themen engagiert. Ich habe mein Politikstudium am Otto-Suhr-Institut der Freien-Universität fortgesetzt. Das war eine echte linke Hochburg in einer sowieso hoch politisierten Stadt
Harald Wolf bei den Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und AL 1989
Foto: Foto: Schoelzel
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Die Alternative Liste war in ihrer Ursprungszeit sehr stark dominiert von der maoistischen KPD ‑ A Null - wie man sie liebevoll nannte, also Kommunistische Partei Deutschlands – Aufbauorganisation. Die zeichnete sich damals z. B. dadurch aus, dass sie zwar die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik Arm in Arm mit der Anti-AKW-Bewegung bekämpfte, Atomkraftwerke aber in der Volksrepublik China als sozialistische Errungenschaften feierte.
1981 habe ich die Sozialistische Linke an der Freien Universität mit gegründet. Die ist aus einem breiten linken Bündnis entstanden, das sich gegen die Kanzlerkandidatur des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß 1980 zusammen gefunden hat. Dazu gehörten studentische Initiativen, gewerkschaftliche Gruppen gegen rechts und die Leute um den Künstler Klaus Staeck.
Nein, die sozialistische Linke hatte – ausgehend von den Freiräumen der Uni - eine stadtpolitische Orientierung. Wir wollten für gesellschaftliche Veränderungen ausgehend von den real existierenden West-Berliner Verhältnissen sorgen. Ein damals alle bewegendes Thema waren die Hausbesetzungen in West-Berlin. Die standen damals auch für Protest und Widerstand gegen den Filz von Immobilienwirtschaft und Politik, die Wohnraum knapp und damit teuer werden ließen, die gewachsene Kiezstrukturen durch unsinnige Sanierungsvorhaben zerstören wollten. Diese Bewegung bekam zusätzliche Dynamik, als im September 1981 nach der polizeilichen Räumung besetzter Häuser Klaus Jürgen Rattay unter einen Bus getrieben wurde und ums Leben kam. Das führte zu einer breiten Solidarisierung mit der Berliner Häuserkampf-Szene in der ganzen Bundesrepublik West und hievte damals auch die Frage staatlicher Gewalt, was kann und was darf Staat, wieder neu auf die Tagesordnung linker Debatten.