Wir dürfen nie vergessen, welchen Preis diese tapferen Männer und Frauen im Kampf für ein besseres Deutschland gezahlt haben. Und das bedeutet: Wir dürfen nicht vergessen, dass uns Freiheit und Demokratie nicht in den Schoß fallen, sondern stets aufs neue verteidigt werden müssen – und zwar auch gegen jene braunen Horden gegen die sich die Männer und Frauen des 20. Juli erhoben.
Es gibt viele Möglichkeiten, das Vermächtnis des 20. Juli zu pflegen:
In der Familie, indem wir unsere Kinder zu mündigen und verantwortungsbewussten Menschen erziehen.
In der Schule, indem wir Jugendlichen das geistige Rüstzeug an die Hand geben, um unsere Gesellschaft zu verstehen, die individuellen Handlungsmöglichkeiten zu erkennen und persönliche Verantwortung wahrzunehmen.
In der U-Bahn oder auf der Straße, indem wir gemeinsam einschreiten, wenn einem Menschen mit dunkler Hautfarbe oder einem Behinderten zugesetzt wird;
In der Politik, indem wir respektvoll mit den Grundrechten umgehen und uns immer wieder bewusst machen, dass die Bindung unseres Handelns an den Grundsatz der Menschenwürde und an das Recht den Kern dessen ausmacht, was die Bundesrepublik von der Gewaltherrschaft der Jahre 1933 bis 1945 unterscheidet.
Aus diesem Grund müssen wir das Gedenken des 20. Juli lebendig erhalten.
