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Immer häufiger verstopfte Straßen, Belastung durch Lärm, Feinstaub, Stickoxide - wachsender Autoverkehr ist ein Problem in unserer Stadt. Ich setze mich deshalb für ein Verkehrssystem ein, mit dem man in der Stadt ohne Auto mobil sein kann. Wir brauchen einen öffentlichen Nahverkehr der funktioniert, barrierefrei ist und bezahlbar für alle ist. Mobilität darf weder vom Geldbeutel noch vom Besitz eines eigenen Autos abhängig sein. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) gestärkt und die Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger ausgebaut wird. Dann werden auch mehr Menschen das Auto stehen lassen.

Straßenbahnen und Busse sollen nicht im Stau stehen. Mit einer konsequente Ampel-Vorrangschaltung für den Öffentlichen Personennahverkehr und dem Ausbau des Busspurennetzes kann man das ändern. Die Verkehrslenkung Berlin muss den klaren politischen Auftrag erhalten, in ihrer Arbeit dem Umweltverbund aus ÖPNV, Rad- und Fußgängerverkehr Vorrang zu gewähren.

Vorrang für den Umweltverbund bedeutet aber auch, dass Bahnen, Radfahrer und Busse mehr Platz im Straßenraum bekommen. Dafür muss der Autoverkehr Platz abgeben. Das Straßenbahnnetz wollen wir bis um 200 Kilometer erweitern - ein Beitrag zur Elektromobilität, der allen nutzt. Denn die Straßenbahn ist ein effizientes, kostengünstiges und ökologisches Verkehrsmittel. So kann das Angebot und die Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs deutlich verbessert werden.

Der bedarfsgerechte Ausbau der Rad-Infrastruktur mit Radverkehrs- und Abstellanlagen ist angesichts der ständig steigenden Zahl der Radfahrender*innen und aus Gründen des Klimaschutzes dringend notwendig. Davon haben auch Autofahrer*innen und Fußgänger*innen etwas, weil es weniger Konflikte zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern gibt. Daher setze ich mich für eine Aufstockung der Mittel für den Ausbau der Radinfrastruktur auf 40 Millionen Euro jährlich und die Einstellung qualifizierten Personals in Hauptverwaltung und Bezirken ein.

Den Weiterbau des A 100 mit dem 17. Bauabschnitt von der Elsenbrücke zur Storkower Straße lehne ich ab. Dieses stadtzerstörerische Projekt löst kein einziges Verkehrsproblem, sondern zieht nur neuen Autoverkehr in die Stadt.

Die Fahrpreise bei BVG und S-Bahn sollen nicht mehr wie bisher jährlich automatisch steigen. Sie sollen in einem ersten Schritt stabil bleiben und perspektivisch gesenkt werden. Gestiegene Kosten bei der BVG müssen durch höhere Landeszuschüsse und steigende Fahrgastzahlen ausgeglichen werden. Wir setzen uns dafür ein, dass der Preis für das Sozialticket auf 25 Euro monatlich gesenkt wird und dass auch Menschen mit Wohngeld Anspruch auf das Ticket S haben. Mittelfristig streben wir die solidarische Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an. Daher wollen wir in den kommenden fünf Jahren verschiedene Finanzierungsmodelle intensiv prüfen sowie mit den Berlinern und Berlinerinnen, dem VBB und den Verkehrsbetrieben zu gemeinsamen Lösungen für den Stadtverkehr der Zukunft kommen.