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Harald Wolf auf der Tagung am 7.6.2008
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DIE LINKE.Berlin und deren AG Umwelt hatten am 07.06.2008 zu einer Klimatagung auf Landesebene eingeladen. Unter dem Motto »Klimaschutz – Linke Perspektiven für die Zukunft Berlins« wurden in dieser 1. öffentlichen Veranstaltung Vorträge, Podiumsdiskussionen und Beratungen in fünf Fachforen angeboten. Trotz sommerlicher Temperaturen und Fußballfieber waren mehr als 100 Interessierte der Einladung gefolgt. Teilnehmer kamen sogar aus Bremen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Grund dafür war wohl für viele Anwesende, dass zahlreiche, namhafte Experten aus Wirtschaft und Verwaltung, aus Verbänden und Vereinen sowie Medienvertreter als Referenten/-innen gewonnen werden konnten.
Ein Thema, was sich durch fast alle Programmteile zog, war der von Vattenfall geplante Kraftwerksneubau auf Steinkohlebasis. Dazu gab es von allen Beteiligten ablehnende Äußerungen, insbesondere wegen der Klimaschädlichkeit, der fehlenden technologischen Voraussetzungen für die Abspeicherung von Kohlendioxid und der geplanten Überkapazitäten der Wärmeerzeugung.
Dies haben auch Senatorin Katrin Lompscher und Senator Harald Wolf in ihren Vorträgen deutlich gemacht. Durch ein neues Berliner Energieeinspargesetz sollen Einsparmaßnahmen bei Neubau und Bestand möglich werden. Mit »Clean Energy« soll ein 6. Kompetenzfeld der Berliner Wirtschaft eröffnet werden, was neue Arbeitsplätze schafft.
In den Fachforen wurden Themen wie »Wege zur Hauptstadt der erneuerbaren Energien«, »Konzepte für energetische Gebäudesanierung«, »Naturschutz als städtische Herausforderung«, »Verbraucherschutz« und »Nachhaltige Bildung« diskutiert. Die vorgestellten Präsentationen der Referenten/-innen waren sehr praxisnah und die Entwicklung neuer Konzepte vielversprechend. Deutlich wurde, dass es mehr als bisher, Anreizmodelle zum Energiesparen geben muss. Vorschläge wie die Schaffung eines Fonds zum Kauf von energiesparenden Haushaltsgeräten für sozial Schwache oder verbrauchsabhängige Stufenmodelle bei Energietarifen stießen auf großes Interesse.
Klaus Lederer als Landesvorsitzender der LINKEN in Berlin machte zum Schluss deutlich, dass die Folgen des Klimawandels längst noch nicht in allen Köpfen angekommen sind. Für die LINKE ist es wichtig, dass in der Öffentlichkeit genauso wie in den eigenen Reihen die Frage des Umdenkens künftig eine stärkere Rolle spielt. Nur so kann der sozial-ökologische Umbau zur Lösung der Zukunftsfragen angegangen werden. Nach dieser 1. Tagung zum Klimawandel auch in Berlin – deren Ergebnisse dokumentiert werden und die Anregungen zum Handeln sein sollen – blieben aber noch viele Fragen offen, so dass Folgeveranstaltungen geplant werden.