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Harald Wolf (Die Linke), Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen

Foto von Harald Wolf

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28.04.2008

Wirtschaftssenator: Unternehmen am Standort besser betreuen

Aus der Morgenpost 26. April 2008

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Bessere Unterstützung für Berliner Unternehmen

Berlin Partner übernimmt Bestandspflege - Abgesandter in jedem

Bezirk

Von Joachim Fahrun

Der Senat will zu den in Berlin ansässigen Firmen engere Bande

knüpfen und die hiesigen Unternehmen besser unterstützen. Die

Wirtschaftsfördergesellschaft Berlin Partner soll sich künftig auch der

Bestandspflege widmen, die bisher Senatsverwaltung, Bezirksämter und

andere Organisationen zersplittert leisten. "Das ist der Schlussstein für

die Neuorganisation des Standort-Managements in Berlin", sagte

Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linkspartei) der Morgenpost. Mit dem

Aufbau des "Unternehmens-Service" verfüge die Stadt dann über ein

System, das dem "state of the art" der Wirtschaftsförderung

entsprechen.

Seit seinem Amtsantritt hat Wolf schon das Stadtmarketing, die

Unternehmensansiedlung und die Technologieförderung neu organisiert.

Deutlichstes Zeichen war die Fusion der Wirtschaftsfördergesellschaft,

der Außenwirtschaftsberatung und der Marketing-Gesellschaft Partner

für Berlin zur Berlin Partner GmbH, in der private Unternehmen,

Kammern und Unternehmensverbände die Mehrheit halten. Die

Technologieförderung ist in fünf Kompetenzfeldern der Berliner

Wirtschaft gebündelt. Nur die Pflege der Bestandsunternehmen bietet

bisher immer wieder Anlass zur Klage.

Um die Mängel zu ermitteln und abzustellen, hat die

Wirtschaftsverwaltung eine umfangreiche Studie erstellen lassen. Die

Empfehlungen der Berater PM & P aus Frankfurt und der holländischen

Buck Consultants will Wolf noch in dieser Legislaturperiode im

Wesentlichen umsetzen. "Wir haben keine wirklichen Lücken in

unserem Angebot", fasste Wolf zusammen, "aber wir haben auch keine

wirkliche Strategie." Bestandspflege laufe "reaktiv und zufällig".

Das soll sich nun ändern. Kern ist der Aufbau eines

Key-Account-Managements. Das bedeutet, dass die wichtigsten Berliner

Unternehmen feste Betreuer zugewiesen bekommen. Diese zehn bis 15

Personen sollen als neue Einheit der Leitung des Berlin-Partner-Chefs

René Gurka unterstellt werden.

In den Kreis der wichtigsten Firmen sollen 200, darunter die

konzernabhängigen Betriebe aufrücken. Hier gehe es darum, deren

Wünsche frühzeitig zu erfahren und rechtzeitig über Entscheidungen der

nicht in Berlin sitzenden Zentralen für den Standort informiert zu

werden. Weitere 200 Unternehmen sollen aus mittelständischen Berliner

Firmen kommen, denen die Fachleute Wachstums- und

Innovationspotenzial zutrauen.

Berliner Morgenpost: Berlin vom 26.04.2008: Bessere Unterstützung f... http://www.morgenpost.de/content/2008/04/26/berlin/959343.html

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Der Bezug zu Berlin Partner hat laut Wolf den Vorteil, dass dort bereits

Branchenkenntnisse vorliegen. Zudem könnten so auch kleinere

Berliner Firmen das Netzwerk der mehr als 150 Berlin Partner nutzen.

Zweites Kernelement der Neuorganisation und sicherlich der politisch

heikelste Teil sollen Abgesandte von Berlin Partner in den

Wirtschaftsfördereinheiten der Bezirksämter sein. In den

Bezirksrathäusern haben die Gutachter sehr unterschiedliches

Verständnis für die Belange der Unternehmen festgestellt. Auch der

personelle Aufwand für die Wirtschaftsförderung variiert. Während

etwa Reinickendorf einen ganzen Stab von Mitarbeitern beschäftigt,

beschränken sich andere Bezirke auf einen Betreuer. Durch die externen

Berlin-Partner-Leute würde die Landesebene schneller von möglichen

Konflikten um Baugenehmigungen, Lärm oder Denkmalschutz erfahren

und könnte schlichtend eingreifen, so Wolfs Hoffnung.

Vertreter der Berliner Wirtschaft begrüßten grundsätzlich die Initiative.

"Wenn es so gelingt, eine Bestandspflege aus einem Guss

sicherzustellen, dann ist das angedachte Vorgehen der richtige Weg";

sagte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Jan

Eder.

Aus der Berliner Morgenpost vom 26. April 2008

Linker








Die Linke

Harald Wolf ist Spitzenkadidat der Linken Berlin zur Wahl zum Abgeordnetenhaus 2006 sowie Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen in Berlin.
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