19.02.2008
Berlin verstärkt Förderung von Frauen in Forschung und Lehre
Zur Förderung von Frauen im Hochschulbereich hat der Senat die Fortsetzung des „Berliner Programms zur Förderung der Chancengleichheit für Frauen in Forschung und Lehre“ für den Zeitraum 2008 bis 2011 beschlossen. Das Programm wird in der Programmlinie 9 der Ausbildungsoffensive im Masterplan „Wissen
schafft Berlins Zukunft!“ aufgenommen und in den Jahren 2008 bis 2011 um insgesamt 6 Mio. ¤ aufgestockt. Das Volumen zur Förderung von Frauen im Hochschulbereich beträgt dann insgesamt 13,592 Mio. ¤ oder bis zu 3,398 Mio. ¤ jährlich. Das geht aus einer gemeinsamen Vorlage des Senators für Bildung,
Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, und des Senators für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Harald Wolf, hervor, die der Senat heute zustimmend zur Kenntnis genommen hat. Etwa die Hälfte der Mittel soll zweckgebunden für vorgezogene Nachfolgeberufungen W2/W3 für Frauen in
Fächern mit geringem Professorinnenanteil eingesetzt werden. Die anderen rund 50 % der Mittel werden für Post Doc Programme, beispielsweise W1-Juniorprofessuren, Gastprofessuren bzw. Gastdozenturen,
Lehraufträge und Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiterinnen, zur Verfügung gestellt.
Die übrigen Programmlinien der Ausbildungsoffensive des Masterplans werden durch Zielvereinbarungen der Hochschulen so gestaltet, dass sich die Chancengleichheit von Frauen in Forschung und Lehre signifikant verbessert.
Wissenschaftssenator Prof. Dr. Zöllner: „Ziel des Programms ist es, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen des Wissenschaftssystems nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern. Die Hochschulen
erhalten unter diesen Voraussetzungen die besten Chancen, um über das Landesprogramm hinaus zusätzlich bis zu 5 Mio. ¤ Bundesmittel aus dem ‚Professorinnen-Programm des Bundes und der Länder zur Förderung
der Gleichstellung von Frauen und Männern in Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen’ einzuwerben.“ Frauensenator Wolf: „Das Berliner Programm hat in erheblichem Umfang dazu beigetragen, dass Berlin seit
fünf Jahren in Folge eine Spitzenposition unter den Ländern bei der Besetzung von Professuren und Spitzenpositionen mit Frauen einnimmt. Der Frauenanteil an den Professuren hat sich in Berlin in den letzten Jahren mehr als verdoppelt; von 10,3 % im Jahr 1992 auf 21,2 % im Jahr 2006. Die Leistungen
Berlins wurden im Gleichstellungsranking 2007 (Datenbasis 2005) des Center of Excellent Women in Sciences (CEWS) mit einem ersten Platz bestätigt.“
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